Willkommen auf der Website der Gemeinde Dättlikon



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
aktuelles

Einjähriges Berufkraut auf dem Vormarsch

Weiterführende Informationen http://www.neobiota.zh.ch

Einjähriges Berufkraut

  • Ein- oder zweijährige Pflanze (bei Schnitt mehrjährig)
  • 30 bis120 cm hoch, oben meist verzweigt und aufrecht
  • Blätter hellgrün, beidseits behaart und meist gezähnt
  • Blüten in Rispen, weisse bis rosa Zungenblüten sehr schmal (0.5 mm) und ausgebreitet, innere Röhrenblüten gelb
  • Blütezeit Juni bis Oktober
  • Früchte mit einem ca. 2 mm langen Haarkranz (Pappus)
  • Ausbreitung über Flugsamen (10‘000 bis 50‘000 pro Pflanze) bis einige Kilometer
  • Typische Standorte: offene Flächen wie Strassenränder, Böschungen, Bahnareale und Buntbrachen sowie in Dachbegrünungen und entlang von Fliessgewässern
  • Samen können im Boden bis mindestens 5 Jahre überdauern
  • Verunmöglicht in stark betroffenen Gebieten das Halten langjähriger Buntbrachen

Prävention

  • Keine Neupflanzung und Vermehrung
  • Kontrolle vegetationsfreier Flächen
  • Sofortiges Ausreissen neuer Vorkommen
  • Versamung durch Bekämpfung vor Samenreife verhindern
  • Rasche Begrünung von unbedecktem Boden mit einheimischen standortgerechten Arten
  • Keine Verwendung von mit invasiven Pflanzen (inkl. Wurzeln, Samen, etc.) belastetem Boden
  • Pflanzenmaterial korrekt entsorgen
  • Berufkraut nicht nach der Samenreife schneiden, da dadurch die weitere Ausbreitung gefördert wird

Bekämpfungsmethoden

Ausreissen: Einzelpflanzen, kleine und grosse Bestände, bei denen eine möglichst rasche Eliminierung angestrebt wird, mehrmals (alle 3 bis 4 Wochen) von Mai bis Oktober vorsichtig ausreissen, sodass die Wurzelsprosse nicht abreissen.

Mehrmaliges, tiefes Mähen pro Jahr: Mähen vor der Blüte verhindert ein Versamen und somit eine weitere Ausbreitung der Pflanze. Die Pflanze wird am betroffenen Standort durch Mähen allein nicht eliminiert. Um ein Versamen zu verhindern, muss der Schnitt konsequent über mehrere Jahre erfolgen.

Trockene Standorte: Bei heisser trockener Witterung ist ein Schnitt gefolgt von einer Bodenbearbeitung auf nicht inventarisierten Flächen möglich. Die Wurzeln trocknen durch dieses Vorgehen aus. Nach der Behandlung kann eine Trockenwiesenmischung zur Förderung der Konkurrenzvegetation angesät werden. Der Samenvorrat darf dabei nicht zu gross sein.

Feuchte, nährstoffreiche Standorte: Ein früher Schnitt (Mai/Juni) ist möglich, da sich so einheimische, konkurrenzfähige Arten etablieren können.

Kombination Mähen und Ausreissen: Da eine Eliminierung durch Mähen nicht erreicht werden kann, wird eine Kombination von Mähen und Ausreissen empfohlen. Grosse Bestände sollen so weit wie möglich von aussen her ausgerissen werden, während die Kernzone, die von Jahr zu Jahr kleiner wird, gemäht wird. Kleine Bestände oder Einzelbestände sollten ausschliesslich ausgerissen werden.

 

 

 

 

 

 


Dokument einjaehriges_Berufkraut.pdf (pdf, 79.4 kB)


Datum der Neuigkeit 18. Juni 2018